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Autoimmun-Erkrankungen

Als Autoimmun-Erkrankungen werden alle Krankheitsbilder zusammengefasst, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Betroffen hiervon kann jedes Organ bzw. jedes Gewebe sein, z.B.:

  • Entzündungen der Schilddrüse (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis, Basedowsche Krankheit)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Entzündungen des Nervensystems (die Multiple Sklerose=MS)
  • Entzündung der Langerhans-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ 1)
  • Entzündungsprozesse der Haut, z.B. Psoriasis (Schuppenflechte), kreisrunder Haarausfall, Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
  • Entzündung des Bindegewebes (Sklerodermie)
  • Gelenk- und Weichteilentzündungen (Rheuma, Fibromyalgie)
  • Übergreifende Entzündungen, die alle Organsysteme befallen können, z.B. Systemischer Lupus erythematodes (SLE).

Die Anzahl der Menschen mit Auto-Immunerkrankungen ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen, vor allem in den Industrieländern. Die genaue Ursache dieser Erkrankungen ist bisher noch nicht hinreichend geklärt. Fest steht nur, dass das Immunsystem zu aggressiv reagiert, so dass statt ausschließlich fremde Stoffe auch körpereigene Gewebe angegriffen werden. Je nachdem, welche Gewebe dies sind, kann eine solche Erkrankung lebensbedrohlich sein oder im Laufe der Jahre zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Mögliche Ursachen von Autoimmun-Erkrankungen

Leider weiß man bisher noch nichts Genaues über die Ursache von Auto-Immun-Erkrankungen. Es gibt jedoch bereits einige Theorien hierzu:

  • Genetische Defekte:

Genetische Defekte machen das Immunsystem anfälliger dafür, dass es eigene Gewebe schneller angreift. Dieser Ansatz kann jedoch den Anstieg der Autoimmun-Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten nicht hinreichend erklären.

  • Hygiene-Hypothese:

Durch übermäßige Hygiene und damit verbundenem geringen Kontakt mit Erregern ist das Immunsystem nicht ausgelastet bzw. nicht ausreichend trainiert worden, um zwischen fremden Stoffen und eigenen Zellen zu unterscheiden.

  • Umweltfaktoren:

Schwermetalle, Lösungsmittel, Pestizide, Nitrat, Weichmacher etc. können das Immunsystem stark irritieren und dazu führen, dass mehr entzündungsfördernde als entzündungshemmende Immunfaktoren gebildet werden. So können z.B. Quecksilberbelastungen, häufiger Kontakt mit Mineralöl und Weichmachern die Wahrscheinlichkeit, eine Autoimmun-Erkrankung zu entwickeln um ein Vielfaches erhöhen.

  • Ähnlichkeit von Zelloberflächen zu Erregern:

Die angreifenden Zellen (z.B. Viren) haben eine Oberflächenstruktur, die denen von körpereigenen Zellen sehr ähneln. Deshalb kann das Immunsystem nicht mehr ausreichend zwischen Erregern und eigenen Zellen unterscheiden und greift letztere somit auch an. Dies ist nachweislich bei dem von beta-hämolysierenden Streptokokken ausgelösten „rheumatischen Fieber“ der Fall.

  • Ernährung und Darmflora:

Unsere Art der Ernährung beeinflusst die Zusammensetzung der Darmflora und diese kann wiederum das Immunsystem stark beeinträchtigen. So fand man in einer groß angelegten Studie, dass ca. ein Jahr vor Ausbruch einer Auto-Immunerkrankung im Darm der Betroffenen eine deutlich verminderte Anzahl von verschiedenen Mikroben und eine Vermehrung von entzündungsfördernden Bakterien.

 

 

Behandlung

Schulmedizinisch können Autoimmunerkrankungen bisher nur mit entzündungshemmenden oder immunsupprimierenden Mitteln (z.B. Cortison, Chemotherapeutika oder nicht-steroidale Anti-Rheumatika) behandelt werden. Leider ist dies oft mit starken Nebenwirkungen verbunden, und nicht immer kann der Krankheitsprozess dadurch aufgehalten werden.

Die Vielfalt der Theorien über Ursachen weist bereits darauf hin, dass sehr wahrscheinlich mehrere Faktoren zum Tragen kommen müssen, um unser Immunsystem so sehr zu irritieren, dass es sich selbst angreift. Aus diesem Grunde setzt der von mir angewandte therapeutische Zugang auf mehreren Ebenen an. Hierbei versuche ich, die neuesten Erkenntnisse bzw. Theorien zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen mit einzubeziehen:

  • Eindämmen starker bakterieller oder viraler Belastungen:

Wie bereits oben erwähnt, können bestimmte Erreger das Immunsystem massiv  irritieren. Hier gilt es, die bakterielle und virale Abwehr gezielt zu stärken, damit nicht, quasi als Kollateralschaden, auch eigenes Gewebe angegriffen wird.

  • Ausleitung und Entgiftung von Umweltschadstoffen:

Umweltgifte und Schwermetallbelastungen gilt es zu entdecken und gezielt zu eliminieren über bestimmte Entgiftungsverfahren, gleichzeitig muss das Entgiftungssystem des Körpers gestärkt werden.

  • Ernährungsumstellung und Darmsanierung:

Der oben bereits erwähnte Zusammenhang von Immunsystem und Darmflora spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung. Eine Sanierung des Darmmilieus ist zwingend erforderlich. Dies geschieht durch Einnahme guter Darmbakterien, aber auch die Ursache von Darmdysbalancen muss angegangen werden, sonst ist eine Sanierung nicht von langer Dauer. Zum einen können Umweltgifte und häufige Antibiotika-Einnahme dazu führen, dass gute Darmbakterien absterben. Zum anderen kann eine Unverträglichkeit gegenüber Narhungsmitteln zu einem versteckten Entzündungsprozess im Dünndarm führen. Dies kann das Immunsystem, das ständig kämpfen muss, um diesen Entzündungsprozess im Schach zu halten, so reizen, dass es sich schließlich auch gegen körpereigene Strukturen richtet. Ein Zusammenhang von Autoimmunerkrankungen mit einer Glutenunverträglichkeit konnte bisher in mehreren Studien bestätigt werden.

  • Modulation des Immunsystems:

Durch einen Mangel an entzündungshemmenden Vitalstoffen, wie z.B. Zink, B-Vitamine, Vitamin D und Glutathion, kann es zu überschießenden Immunreaktionen kommen, da der Körper zwar Entzündungsprozesse in Gang setzt, diese aber dann nicht wieder abschalten kann. Ein Mangel an diesen und weiteren entzündungshemmenden bzw. immunmodulieren Substanzen konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Dieser Mangel wiederum kann viele Gründe haben, die sowohl lebensstilbezogen sein können als auch durch chronische Vergiftungen hervorgerufen werden können. Durch die neu entwickelte sog. „Mikro-Immun-Therapie“ (MIT) ist es zudem möglich, gezielt einzündungshemmende Botenstoffe des Immunsystems zu stimulieren sowie entzündungsfördernde Botenstoffe zu hemmen.

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Praxis für Klassische Homöopathie und Elektroakupunktur

Heilpraktikerin Claudia Empacher

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