Das individuell passende Mittel

Chamomilla - KamillenblütenIn der Schulmedizin kommt es entscheidend auf die Diagnose einer Krankheit an. Hat der Arzt eine Diagnose gestellt, z.B. Mandelentzündung, so kann er ein auf diese Diagnose passendes Arzneimittel verabreichen, in diesem Fall meist ein Antibiotikum. Auch einige homöopathische so genannte „Komplexmittel“ (Mischung verschiedener homöopathischer Mittel) basieren auf diesem Prinzip, dass zu einer bestimmten Krankheitsdiagnose das jeweilige Komplexmittel verabreicht wird.

Die „Klassische Homöopathie“ hingegen geht davon aus, dass alle Menschen verschieden sind, denn ein Apis - die Honigbieneund dieselbe Krankheit in schulmedizinischen Verständnis kann sich bei jedem Menschen ganz unterschiedlich äußern. Im Beispiel der Mandelentzündung z.B. mögen zwar die Halsschmerzen fast immer vorhanden sein, aber der eine Kranke wird z.B. sehr zuwendungsbedürftig, hat trotz Halsschmerzen keinen Durst und will an der frischen Luft sein, der andere ist eher gereizt und will in Ruhe gelassen werden, er hat vor allem linksseitige Halsschmerzen und kann nichts Enges um den Hals vertragen. Ersterer benötigt das homöopathische Mittel Pulsatilla, letzterer benötigt Lachesis.

In der Klassischen Homöopathie ist es folglich entscheidend, nur das eine, auf den individuellen Zustand des Patienten passende Arzneimittel zu verabreichen. Nur so kann auch die Reaktion des Patienten auf das Aurum metallicum - GoldMittel richtig beurteilt werden und evt. ein Folgemittel gesucht werden.

>> mehr zu den drei Säulen der Homöopathie 
>> mehr zur homöopathischen Verdünnung (Potenzierung)     

<< zurück